Graeme Dott

Schottland

Graeme Dott
* 12.05.1977
in Larkhall

Der kleine und gertenschlanke Graeme Dott aus Schottland wird auch The Pocket Dynamo genannt. Dotts größter Erfolg war der Gewinn der Weltmeisterschaft 2006. Dies war zugleich sein erster Turniersieg bei einem Ranglisten-Event. Zuvor hatte er bereits in vier Finals gestanden: Bei den Scottish Open 1999, den British Open 2001, der Weltmeisterschaft 2004 (8-18 gegen Ronnie O'Sullivan) und dem Malta Cup 2005. Als amtierender Weltmeister gewann Dott zudem die China Open 2007. Der Schotte mit der falsettartigen Stimme wurde 1994 Profi und arbeitete sich Stück für Stück in der Weltrangliste vor, bis er 2001 in die Top-16 einstieg und diese Position bis zu seinem WM-Titel knapp hielt. Bei den British Open 1999 gelang Graeme Dott ein Maximum Break.

Nach einer eher durchwachsenen Saison 2005/06 spielte sich Dott überraschend ins Finale der Weltmeisterschaft vor. Im Viertelfinale gegen Neil Robertson musste er in den Entscheidungsframe, das Ergebnis: 13-12 für Dott. Im Halbfinale warf Dott den Weltranglistenersten Ronnie O'Sullivan aus dem Turnier. Nach einem ausgeglichenen ersten Tag stand es am Ende 18-11. Das Endspiel mit dem Gegner Peter Ebdon ging in die Rekordbücher des Snookers ein. Es war das bis dahin längste Finale der Snooker-Geschichte und gleichzeitig das, was am spätesten einen Sieger fand, und zwar um Ortszeit 53 Minuten nach Mitternacht. Mit über 74 Minuten Spielzeit war der 27. Frame der längste aller Zeiten. Dies zeugt von der taktischen Prägung dieses Matchs, das schließlich mit 18-14 an Graeme Dott ging.

Als Weltmeister stieg Dott auf den 6. Platz der Weltrangliste, ein Jahr später war er trotz seiner WM-Erstrundenniederlage sogar Zweiter der Welt. Nach dem Saisonauftakt der Saison 2007/08, wo er beim Shanghai Masters das Halbfinale erreichte, fand Graeme Dott überhaupt nicht mehr zu seinem Spiel. Er verlor seitdem jedes Ranglisten-Match, sank in der Weltrangliste auf Position 13, und muss sich nach 2009 wahrscheinlich aus den Top-16 verabschieden. Mit Dotts verunsicherten Auftritten werden der Tod seines Managers und Schwiegervaters, eine Fehlgeburt seiner Frau und Depressionen in Zusammenhang gebracht.

Siege bei Ranglisten-Turnieren (plus Masters)

2006 Weltmeister
2007 China Open

Weltranglisten-Positionen in den Top-16
2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
 14.  12.  13.  15.  13.   6.   2.  13.

Weitere Informationen über im Internet:
- Fanpage www.dottfans.2page.de
- Graeme Dott auf Snooker Virus
- Graeme Dott auf World Snooker

http://www.snooker-seite.de
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